Die Linux-Distribution Fedora 10 steht in der offiziellen Version als Live-CD-Image in verschiedenen Varianten und als DVD-Image zum Herunterladen bereit.

Ein halbes Jahr nach Fedora 9 bringt Fedora 10 umfassend aktualisierte Software. Alle Neuerungen und Aktualisierungen sind in den Relase Notes mit Verweisen auf detailliertere Angaben festgehalten.

Fedora 10 bringt einen neuen NetworkManager, der unter anderem das gemeinsame Nutzen von Netzwerkverbindungen ermöglicht, indem geeignete Routen angelegt werden. Durch die Wireless-Verbindungsfreigabe können Ad-hoc-Netze gebildet werden. Die Tools zum Verwalten von Druckern und virtuellen Maschinen wurden verbessert. Das Sicherheitsaudit-Tool »sectool« ermöglicht es Administratoren, Sicherheitstests des Systems zu starten, und meldet Ungereimtheiten oder potentielle Sicherheitsprobleme.

Die Paketverwaltung wurde mit dem Update auf RPM 4.6 weiter verbessert. Der Soundserver PulseAudio, der früher viel Anlass zu Kritik gab, wurde neu geschrieben und soll nun die Audio-Wiedergabe ohne Aussetzer schaffen. Die meisten gängigen Webcams werden nun dank der Aufnahme der GSPCA-Treiber in Linux 2.6.27 und der Bibliothek libv4l unterstützt. Auch die Handhabung von Infrarot-Fernsteuerungen wurde stark verbessert. Die Pfade /usr/local/sbin, /usr/sbin und /sbin wurden zur PATH-Variablen der normalen Benutzer hinzugefügt, um das Ausführen von Programmen auf der Kommandozeile zu vereinfachen. Der Online-Kontendienst soll die Verwaltung von Zugangsdaten vereinfachen.

Daneben soll die Fedora 10 schneller hochfahren. Dazu wird im Normalfall auf das Grub-Menü verzichtet. Ferner wurde das neue grafische Bootsystem Plymouth integriert, das aber nur funktioniert, wenn die Hardware den Wechsel des Grafikmodus im Kernel ermöglicht.

Für Desktop-Benutzer bringt Fedora 10 unter anderem GNOME 2.24, KDE 4.1.2, LXDE und Sugar. Einige in KDE 4 noch fehlende Programme wie KDevelop und Quanta sind in der KDE-3-Version dabei. Weitere Pakete sind X-Server 1.5, der schneller starten und den Großteil der Hardware automatisch erkennen soll, BlueZ 4 und die freien Java-Implementierungen von GNU und OpenJDK.

Das First Aid Kit soll vollautomatische Reparatur von Problemen ermöglichen. Das Dateisystem eCryptfs wurde verbessert, ext4 ist erstmals als stabile Version dabei und XFS wird nun im Installationsprogramm unterstützt. Der auf Linux 2.6.27 beruhende Kernel nutzt paravirt_ops, so dass keine unterschiedlichen Kernel-Varianten für die Virtualisierung mehr nötig sind. libvirt 0.4.6, virt-manager 0.6.0 und andere Tools unterstützen die Virtualisierung. Xen (nur DomU) wurde auf Version 3.3.0 aktualisiert.

Fedora 10 kaufen oder herrunterladen

Quelle: http://www.pro-linux.de/news/2008/13504.html


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